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Manchmal lasse ich den von mir erschaffenen Reporter Dieter Abstrus einige Interviews oder Reportagen machen, weil sich Geschichten so besser erzählen lassen.

 

 

Gab es wirklich einen Schießbefehl?
Dieter Abstrus berichtet für Radio Insolvenz 
 
Meine verehrten Damen und Herren, hier ist Ihr Dieter Abstrus von Radio Insolvenz. Heiß diskutiert ist derzeit der Schießbefehl an der Mauer, jener DDR-Grenze, die uns allen noch heute einen Schauer über den Rücken jagt. Neben mir steht Egon K., ein Insider und Szenenkenner, dessen Namen wir auf seinen eigenen Wunsch hin verändert haben. Herr K., wie war das damals?
 
Egon K.: Also ich bin entsetzt und auch empört über die neuesten Verlautbarungen. Natürlich hatten wir bewaffnete Grenzposten, der Westen ja doch auch. Aber nun deshalb gleich so etwas daraus zu machen, dazu so viele Jahre nach der Wiedervereinigung, da erkenne ich politische Absichten dahinter!
 
Dieter Abstrus: Aber Herr K., sie können doch nicht leugnen, dass an der Grenze geschossen wurde!
 
Egon K.: Natürlich wurde an der Grenze geschossen, wenn sie so wollen, auch per Befehl. Allerdings nur zum Schutz der Flüchtlinge, denn die DDR war ja ein demokratisch freiheitlicher Staat.
 
Dieter Abstrus: Obwohl sie zugegeben das geschossen wurde, leugnen sie die Unrechtstaten, um es mal sehr vorsichtig zu umschreiben? Wie können sie uns das erklären?
 
Egon K.: Ich bin froh diese Frage von ihnen zu hören. Endlich kann ich mit den Vorurteilen aufräumen. Wissen sie, es war nämlich so: Wir wollten unsere Bürger vor dem Eindringen westlicher Drogendealer schützen, weshalb wir einige Nebelminen verlegten, damit die Grenzverletzter desorientiert herum liefen. Leider sind diese Minen beim direkten Betreten nicht ganz ungefährlich, man kann sich schon mal leichte Verletzungen zuziehen. Das war der Grund um zum Schutz auch jener kriminellen Eindringlinge zu schießen, und zwar auf die Minen, damit diese rechtzeitig explodieren und niemanden ein Leid geschieht.
 
Dieter Abstrus.: Aber es wurde doch auch auf Flüchtlinge geschossen, das können sie nicht leugnen!
 
Egon K.: Aber wo denken sie hin? Sie sind ein Opfer undemokratischer Propaganda. Unsere Grenzposten haben nur in die Luft geschossen, damit jeder auf westlicher Seite wusste, aha, hier kommt ein Flüchtling, um den müssen wir uns kümmern. Ohne diese Informationsschüsse wären die Flüchtlinge ja vielleicht völlig durchnässt bei ihnen angekommen und hätten sich noch erkältet.
 
Dieter Abstrus: Aber die Selbstschussanlagen…?
 
Egon K.: Selbstverständlich hatten wir die. Was glauben sie eigentlich, wie groß die Kaninchenplage im Grenzgebiet war? Es war eine uns von der Natur aufgezwungene Notwendigkeit!
 
Dieter Abstrus: Herr K. ich danke ihnen für das Gespräch. Meine verehrten Zuhörer dort am Radio, endlich kam die Wahrheit ans Licht. Und wenn es bei Ihnen in der Nähe mal knallt, es wird nicht am Wiederaufbau der DDR und seiner Grenze gearbeitet, sonders das ist die Selbstschussanlage Ihres Nachbarn im Schrebergarten, der die Kaninchenplage bekämpft.
Ein unbedenklicher Vorgang. Guten Tag meine Damen und Herren, ich gebe zurück ans Studio….
 
 
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