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Guten Tag meine sehr verehrten Damen und Herren,

Hier spricht Ihr Reporter Dieter Abstrus vom Radio Insolvenz. Auch ich war heute wählen, nämlich ein Bier und ein paar kleine Schnäpse. Dabei konnte ich den Verlauf der Kommunalwahlen beobachten und genau darüber möchte ich berichten, denn wir haben einen heimlichen Sieger.

Bevor ich aber dazu komme, ganz kurz eine Zusammenfassung aller Statements der bekannten großen Parteien:

 CDU – Wir haben dank unserer seriösen Politik unsere politische Kraft erhalten können. Der Bürger wusste es zu schätzen, was wir alles erreichen konnten. Natürlich geben wir uns damit nicht zufrieden, unsere Anstrengungen werden demnächst verdoppelt.

 SPD – der Bürger hat gewählt und uns einerseits bestätigt, aber auch ein wenig abgewatscht. Wir müssen daher unser Engagement verstärken. Geholfen hat uns wohl auch unser Beitrag zur Wirtschaftskrise, indem wir mehr deutsche Autos nach Spanien exportieren konnten.

 FDP – Liberal sein zahlt sich aus. Immer wieder haben wir einen festen Prozentsatz bei der Wahl. Der Bürger erkennt das an und wählt uns, damit wir , und das ist FDP-Tradition, weiterhin in Koalition mit einer anderen Partei an der Macht bleiben.

 DIE LINKE – Es wird wieder sozial in Deutschland gedacht. Unser Herz schlägt links und das nicht nur medizinisch. Wenn wir nun unseren Traum verwirklichen können, wird es neben uns keine weitere Partei mehr geben. Wir verwirklichen den Traum eines echten Arbeiter- und Bauernstaates. Keine Atomendlager mehr, nur noch Schwerter zu Pflugscharen …

 DIETER ABSTRUS:

So, meine Damen und Herren, jetzt kommt das versprochene Interview mit dem heimlichen Sieger der Wahlen. Neben mir steht ein junger Mann, der angetreten ist, dem Land mit ganzer Kraft zu dienen, dessen Liebe zu den Menschen nicht gespielt ist und der die Menschlichkeit in den Vordergrund rücken möchte.

Herr Schlämmer, ich begrüße sie ganz herzlich hier im Studio. Sie haben ja einen beachtlichen Wahlerfolg hingelegt. Wie erklären sie sich solch einen spontanen Erfolg?

 HORST SCHLÄMMER von der HSP:

Wissen sie, Herr Abstrus, isch hab ja jar nich so schnell damit jerechnet. Hier, nehmen se mal nen Schluck drauf (reicht einen Flachmann rüber). Die Leute wissen um die Notwendigkeit endlich mal nen richtigen Kanzler zu bekommen, der repräsentieren kann, zu dem man aufsieht und der auch weiß worauf es ankommt.

  DIETER ABSTRUS:

Das ist schon begreiflich, aber was fangen sie denn nun mit den 1.2% an, die ihnen der Wähler verschaffte.

  HORST SCHLÄMMER von der HSP:

Hörnse ma, dat ist aber ne Frage…, isch rechne noch. Bei über 80 Millionen Bundesbürgern sind 1,2% so in etwa (kratzt sich am Kopf, trinkt aus dem Flachmann), also Tausende sind das. Isch war jezwungen der Frau Merkel die Koalition anzubieten. Allerdings habe ich zur Bedingung gemacht, dass sie ihren derzeitigen Amtssitz nach Grevenbroich verlegt. Und zwar in meine Stammkneipe ZUR LETZTEN INSTANZ. Volksnähe is mir nämlich wichtig, wenn se verstehn was ich meine. Und, janz wichtisch, echte Lokalpolitik.

 DIETER ABSTRUS:

…und wie hat Frau Merkel reagiert?

 HORST SCHLÄMMER von der HSP:

Dat doll Ding, isch warte noch. Wissense wat? Isch ruf die mal eben vom Handy an. Die Kosten für das Freibier sind ja auch noch nicht jeklärt.

Hallo, Angihasi? Horst hier, also Häseken, der Fusel wird langsam warm, wann kommste denn? Heh…hallo…Angie???

Scheiß Technik, höre nur noch tuuut tuuut tuuut…diese schwäche deutscher Telefone kommt sofort mit ins nächste Wahlprogramm, da muss der Ingenieur mal was entwickeln. Jetzt jehn mer erstma wat trinken, Horst jibbt einen aus.

 DIETER ABSTRUS:

Meine verehrten Damen und Herren, ich scheue vor NICHTS zurück, wenn es um knallharte Hintergrundinformationen geht. Daher beende ich diese Sendung für heute und bleibe am Schnaps, äh, am Kandidaten…, wollte ich sagen.

 Der Sender schaltete um und Stefan Remmler sang:

  Keine Sterne in Athen,

in die Kneipe muss es gehen.

Sterne sehn wir später dann,

Politik für Jedermann.