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Erwischt
Aus dem Abschlußbericht eines Verfassungsschützers
 
Aufmerksam wurden wir auf den Bürger Dietmar X., nachfolgend als Observant bezeichnet, durch unseren informellen Mitarbeiter Rumpelstilz, den wir als Kassierer in eine Supermarktkette einschleusen konnten.
 
Der Observant kauft dort beinahe täglich ein. Die ersten konkreten Verdachtsmomente ergaben sich dadurch, dass X. alkoholische Getränke grundsätzlich mied und nicht geringe Mengen an Mineralwasser einkaufte. Darauf von Rumpelstilz scherzhaft angesprochen, entgegnete X. Alkohol zu verabscheuen, was als wichtiges Indiz gilt dafür gilt, dass X. muslimisches Gedankengut pflegt.
 
Erhärtet wurde dieser konkrete Verdacht wenige Tage später. X täuschte eine Erkältung vor und nieste mehrfach in der Nähe eines Bartträgers. Dabei klang seine Nieserei nicht wie üblich nach Hatschi…, sondern die forensische Audioanalyse unserer heimlichen Tonaufnahmen belegt eindeutig ein Dschiii….Hatt, wir vermuten ein heimliches Codewort als Erkennungszeichen mit dem bisher unbekannten Bartträger.
 
Gleichfalls meldete Rumpelstilz an diesem Tag den Einkauf von Palmendünger. Wir können zu Recht vermuten, X. benutzt den Dünger zum Bombenbau.
 
Eine verstärkte Überwachung von X ergab weiterhin, er kauft niemals Rind- oder Schweinefleisch, des Öfteren dagegen Hammel! Kürzlich, exakt zu Beginn des Ramadan, stellte X. die Einkäufe abrupt ein, schien tagsüber weder Nahrung noch Getränke zu sich zu nehmen. Auch stellten wir fest, dass X. vor längerer Zeit aus der Kirche ausgetreten ist.
Ein weiteres stark belastendes Indiz für terroristische Tätigkeit sind seine regelmäßigen Besuche von Kabarettveranstaltungen, insbesondere die des uns gleichfalls auffälligen Ulli Zauner, wobei X. stets eifrig applaudiert.
 
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Staatsanwalt beantragten wir beim Amtsgericht eine Hausdurchsuchung, die bei der derzeitigen Beweislage sofort genehmigt wurde.
 
Gestern rückten wir dann mit zwei Hundertschaften der GSG-9 bei X. an. Nach der Sicherung des Wohnhauses durch drei Schützenpanzer und Luftunterstützung mittels mehrerer Hubschrauber rückten wir vor. In kollegialer Absprache mit dem Einsatzleiter entschlossen wir uns bei X. nicht zu klingeln, sondern die Tür zu sprengen und durch Einsatz von Blendgranaten eine gesteigerte Gefahrenlage zu umgehen.
Wir trafen X. sichtlich erschrocken und unfähig einer Gegenwehr –Dank unseres besonnenen Vorgehens- im Schlafanzug sitzend vor dem PC an.
Er wurde sachgerecht an den Heizungskörper gefesselt und von fünf Beamten mit schussbereiten Maschinenpistolen bewacht, während wir die Durchsuchung vornahmen.
In deren Verlauf stellten wir zahlreiche Beweisgegenstände sicher (siehe Liste 25 Anhang A). Bemerkenswert ist die gezielte Vorgehensweise in Zusammenhang mit seiner äußerst raffinierten Tarnung.
 
Um seinen Bombenbau mithilfe von Blumendünger zu verschleiern, hatte er tatsächlich mehrere große Blumentöpfe mit Palmen in der Wohnung.
Auch fanden wir Wasserstoffperoxid im Badezimmer, was angeblich von seiner als Bekannte bezeichneten
Komplizin zum Haare färben benutzt wurde.
 
Auf den auffälligen Verzehr von Hammelfleisch angesprochen, konterte X. sichtlich betroffen. Er würde es gerne essen, es schmeckt ihm angeblich.
Seine Abneigung gegen Alkohol, die wir ihm im Verhör vorhielten, begründete er mit einer nicht ausgeheilten Hepatitis, die er sich -wie wir feststellten- tatsächlich zugezogen hatte. Eine weitere raffinierte Tarnung wie sie uns bisher noch nicht vorkam und alle Verdachtsmomente deutlich erhärtete.
Wir befragten ihn auch bezüglich der zurückhaltenden Einkaufsweise zu Beginn des Fastenmonats Ramadan. Angeblich müsste er sparen, nur weil er arbeitslos ist.
 
Fazit:
 
X. stellt eine Gefährdung der deutschen Sicherheit dar. Er infizierte sich mit Hepatitis um den religiösen Verboten des Verzehrs von unreinem Fleisch eine scheinbar nachvollziehbare Begründung zu geben. Gleiches gilt für die damit begründete Ablehnung von Alkohol.
Sein Austritt aus der Kirche belegt seine gottlose Einstellung deutlich. CDU/CSU würde er aufgrund dieses Umstandes mit Sicherheit nicht wählen, was ihn weiterhin verdächtig macht.
Er hält sich zahlreiche Blumen um den größeren Bedarf an Düngemitteln zu tarnen und behauptet obendrein, dass er durch den Bezug von Hartz-IV nur noch geringe Mengen Lebensmitteln einkaufen könnte.
X. belegt höchste kriminelle Energie und wir werden unsere erfolgreichen Vermittlungen zum Anlass nehmen, dem Gesetzgeber die Meldepflicht für den Kauf von Mineralwasser, Blumendünger und Haarfärbemitteln vorzuschlagen.
Für X. beantragen wir lebenslange Sicherheitsverwahrung in Stuttgart-Stammheim.
 
Erich F. Geheim
Sicherheitskoordinator