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Die spanischen Abenteuer der Ulla S. 

 

Meine lieben und geschätzten Mitbürger, ich bin doch recht verwundert über die harten Reaktionen jener spanischen Urlaubsreise mit Dienstwagen.

 Bedenken Sie doch bitte einmal: Mit einem schmalen Ministergehalt eine Urlaubsreise selbst zu bezahlen, ist doch bereits ein Härtefall. Dann muss auch bedacht werden, wer immer mit Chauffeur unterwegs ist, der weiß doch überhaupt nicht wie man selbstständig ein Flugzeug besteigt, sich selbst sein Taxi suchen muss oder gar den öffentlichen Bus.

Hinzu kommt, Frau Schmidt hat ihr gutes Herz sprechen lassen und dabei nicht an sich, sondern auch an den Fahrer und dessen Sohn gedacht. Urlaub furs Volk, so etwas gab es nicht einmal beim FDGB.

Natürlich hätte der Chauffeur sich das Auto nicht klauen lassen dürfen, andererseits fördert das die gebeutelte Auto-Industrie. Also eine weitere Wohltat zugunsten anderer Beteiligter.

Auch die sicherlich finanziell nicht gut gestellten Autodiebe können sich jetzt freuen, endlich kommt mal Geld in die Kasse, davon kann man Party machen und viele, viele Wirtschaftsbetriebe kommen in den Genuß besserer Umsätze. Sollte sich ggf. kein Abnehmer für das Fahrzeug finden, gibt es zum Trost immer noch die Abwrackprämie.

 Wie bitte, Sie werfen jetzt ein: Dat Ullalla soll gefälligst ohne Auto in den Urlaub reisen, Sie akzeptieren ihre Vorgehensweise nicht?

Aber, aber, bedenken Sie doch: Unsere tapferen Bundesrecken nehmen ja auch ihre eigenen Panzer mit nach Afghanistan. Zwar hat die bisher noch kein Taliban geklaut, aber auch so ist das viel, viel teurer als so ein läppischer Mercedes, der zwischen Berlin und Spanien im Einsatz ist.

 Wenn Sie mich fragen, Ullalla verdient das grosse Verdienstkreuz am Bande, hat sie doch mittels dieser Aktion vielen Menschen eine Wohltat ermöglicht. Gleichzeitig wissen wir nun endlich, warum ihre Stimme immer so verschnupft klingt: Das waren die Auswirkungen weiser Vorahnungen.

 Ich finde es gleichfalls nicht sehr nett, wenn Volkes Mund hämisch in den Gassen folgendes Liedchen trällert:

 

Die kleine Ulla aus Berlin

wollte mal nach Spanien hin.

Dickes Auto, riesen Schau,

doch das Volk das macht Radau.

Morgens kommt ein grosser Schreck,

plötzlich ist das Auto weg.

Geklaut von dreisten Dieben,

die uns Ulla wohl nicht lieben.

Lasset uns Ullalein ein Fahrrad schenken,

denn man sollte klug bedenken,

Politik und Radfahren innig vereint,

trifft man häufiger als man so meint.

So bleibt Ulla gut in Form,

bedankt sich mit der nächsten Gesundheitsreform.

 

Ach ja, das Auto ist wieder aufgetaucht. Da werden doch nicht etwa Unbekannte aus einem Kompetenzteam mithilfe eines nicht näher bezeichneten Geheimdienstes der Ulla eine Falle gestellt haben?????