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Ich muss es einfach mal sagen: Jedes Jahr freue ich mich auf die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten. Er ist ja bekannt dafür, dass er knallhart Fakten anspricht, dabei aber dennoch die christlichen Grundwerte nicht vernachlässigt. Eben ein Präsident für uns alle. Ja, ja...

darum kam ich nicht umhin, ihm die nachfolgende Rede anzubieten. Eine Antwort steht derzeit allerdings noch aus.

Entwurf einer Weihnachtsansprache

für einen gewissen Herrn Köhler

  Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 drunt aus der hohen Politik komm ich her,

zu bringen Euch die frohe Mär,

bald habt Ihr keine Geldsorgen mehr!

Denn nur durch unseren bürgerfreundlichen Entschluss

beenden wir bundesdeutschen Verdruss!

Wir werden daher demnächst pauschal Ihre Konten pfänden

und somit die Staatsverschuldung mit einem Schlag

beenden.

Danach gibt es wieder ein wenig Geld,

von dem allerdings der Finanzminister auch etwas erhält.

Sie wissen es ja, wir bekommen nur wenig Salär,

da muss halt was vom Bürger her.

Von der Verteuerungswelle, ich sage es ganz offen,

sind nicht nur Sie betroffen.

Ich wage es sogar zu sagen,

wir sind gezwungen eigenes Geld aufzuwenden für

neue Dienstwagen.

Dabei ist es bereits egal ob Audi, BMW oder Mercedes,

notfalls geht es auch per Pedes…

Wir Politiker legen uns für Ihr Wohlergehen

selbstlos krumm,

trotzdem meckert man uns an, das ist zu dumm!

Ich hätte da noch ein Beispiel parat,

Stichwort Aufsichtsrat:

Viele Bürger kritisieren dass,

ich persönlich finde solch Reaktionen etwas krass.

Letztendlich müssen wir auch von unseren Einkünften leben,

ich appelliere an Ihr Verständnis deswegen.

Weiterhin muss ich erwähnen,

Kriege zu führen ist nicht unser Metier,

diese unselige Afghanistan-Debatte tut mir richtig weh.

Wir sind nicht dort um zu gewinnen oder gar zu verlieren,

wir bemühen uns doch nur das Land zu stabilisieren.

Zu Weihnachten sollten wir unserer Bundesrecken dort gedenken

und ihnen ein Notizbuch schenken.

Das brauchen die, um sich Nummern vom

Verteidigungsministerium zu notieren,

Greift dann ein Taliban bösartig an,

ruft man schnell in Berlin mal an:

Verehrter Herr Minister, die Lage ist beschissen,

wir werden mit Waffen angegriffen.

Dürfen wir ggf. das Feuer erwidern?

Oder halten Sie es für besser uns beim Feind mal anzubiedern?

Der Minister wird sich dann mit Hilfestellung beeilen,

sofort wenige Monate später in einer darüber zu

befindenden Kabinettsitzung verweilen.

Der Soldat dort im Afghanenland,

ist vor Freude über solche Anteilnahme

außer Rand und Band.

Eigentlich möchte ich mich noch mit

einer leider notwendigen Bitte an Sie wenden.

Könnten Sie der Regierungspartei nicht was spenden?

Heute Abend beginnt das Weihnachtsfest,

aber SIE halten mal wieder an Ihrem Sparguthaben fest.

Geben ist seliger denn nehmen!

Das wollte ich nur ganz am Rand erwähnen.

Begehen Sie Weihnachten friedvoll und glücklich,

feiern Sie fröhlich, jedoch nicht zu tüchtig.

Vergessen Sie dabei nicht, die Bundesregierung

als auch ich,

sind immer für SIE da, lassen SIE niemals im Stich.

Wir schlachten doch nicht das Kalb das uns nährt,

weshalb den Bundesbürgern von uns nur Gutes widerfährt.

 

Regieanweisung:

Danach soll sich der Präsident vor der Kamera verbeugen, sein freundlichstes Lächeln aufsetzen. Der Zuschauer wird das als persönlichen Gruß werten und wir spielen eine applaudierende Menge ein. Abblende.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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