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Festlich bekränzet
Eine weihnachtliche Satire
 
Wenn Weihnachten die Nacht beginnt,
vom Kirchenchor ein Lied erklingt
und unterm Baum Geschenke liegen,
beginnen Hartz IV-Empfänger sich vor Glück nicht einzukriegen.
Denn Wohlstand ist in unsrem Land,
mehr und mehr den Reichen nur bekannt.
Gab´s früher Reisen, DVD oder gar Pornos zum Frohlocken,
reicht´s heutzutage gerade mal für ein paar Schuhe und passende Socken.
Nee, nicht neu, wie Sie jetzt meinen,
gebraucht—aber das ist doch kein Grund zum Weinen.
Vielmehr sind die quasi schon eingelaufen,
da brauchen Sie keine Wundsalbe mehr zu kaufen.
Vielleicht auch mit ein wenig Fußpilz drin,
Weihnachtliche Gaben für Ihren Frohsinn.
Das Festessen könnte unterschiedlicher nicht sein,
bei Direktor Müller Mandelsplitter an Rehrücken, roter Wein.
Arbeiter Krause denkt an seine Figur,
eine extra Schnitte nur,
dieses Mal aber mit Wurst belegt.
Und während er die Krümel vom Teller fegt,
hat sich im Keller was bewegt.
Das Stromwerk hat an ihn gedacht,
zu Weihnachten seinen Zähler dicht gemacht.
So kann er festlich-feierlich den Kerzenschein genießen.
Er hat ja noch fließend kaltes Wasser,
sehr gesund um sich damit einen einzugießen.
Also Krause war in feierlicher Stimmung verfangen,
als er sich am Balkongeländer erhangen.
Nun hängt er da, ist mausetot,
vorbei Hartz-IV und all die Not.
Dabei ist unser Gesetzgeber stets zu Wohltaten bereit,
nicht etwa bloß zur Weihnachtszeit.
Nun gut, zugegeben menschlich schade, Krause ist jetzt verschieden,
jedoch ein Arbeitsloser weniger ist in der Statistik verblieben.
Ein grandioser sozialer Erfolg, wie ich so mein,
wer ist der Held
und möchte freiwillig der Nächste sein?
 
 
In diesem Sinn die besten Wünsche für ein (vielleicht NOCH) schönes Weihnachten und guten Rutsch ins neue Jahr…
Herzlichst Ulli Zauner
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