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Also wenn Walter Ulbricht und Franz-Josef Strauss sich in der Hölle treffen, dann offenbaren sich die Geheimnisse der Politik. Ganz besonders wenns weihnachtlich wird...

 

 

Höllische Weihnacht
Vielleicht eine Fiktion, vielleicht aber auch nicht?!
 
 
Also ich finde: Jedes Jahr himmlische Weihnacht zu erleben wird langsam langweilig. Stets geht’s es um die Krippe, Weihrauch schwängert die Luft und vergiftet mit seinen Schadstoffen fromme Katholiken, wir singen Hallelujah oder gar Hosianna und Onkel Falk randaliert wieder besoffen unter dem Tannenbaum, weil Tante Ina ihn daran erinnerte, das Schonjahr ist um, wir haben Weihnachten; ich warte auf die Bescherung.
Tja, und die hatte Onkel Falk dann auch …
 
Und darüber soll ich schreiben? Nö, jetzt besehen wir uns dieses Fest mal aus einer völlig anderen Perspektive heraus. Sind Sie bereit für das Ungewöhnliche? Dann lassen Sie uns doch einmal gemeinsam die Hölle besuchen und lauschen, wie es dort wohl zu Weihnachten zugehen mag.
 
-.-
 
Rauch hüllt eine Höhle ein, rabenschwarze Felswände umher und überall am Boden glüht gefährlich heiß das Lavagestein. Franz-Josef und Walter sitzen um ein brodelndes Höllenfeuer herum und unterhalten sich:
 
Franz-Josef: Mei, bin i froh jetzt net da heroben zu sein. Die hamms koalt, aber hier ists schee warm, gell.
 
Walter: Nu.
 
Franz-Josef: Woas sagst? Jetzt kenn i di scho so lang und du redst immer noch so dammisch doher.
 
Walter: Nu, das darfste abba nich sachen, ich war ein großer Staatsmann und habe viel erreicht.
 
Franz-Josef: Ah geh, a Konsomolzn bist gwesen, von denne Roten da.
 
Walter: Da brodesdiere ich entschieden! Das ist eine imperialistische Unterstellung der anglo-ameriganischen Aggressoren!
 
Ein Gong ertönt und aus dem Nichts ertönt eine Stimme: Die Sträflinge haben sich ruhig zu verhalten, bei Zuwiderhandlung gibt es 100 Jahre Flammenverlies.
 
Walter: Nu eiverbibschd, Flammenverlies! Mein Gutester, lass uns über Weihnachten reden, das ist unverfänglicher, ne wahr? Die schäubeln hier wieder überall herum.
 
Franz-Josef: Mei, Weihnachten …! Du, do bin i immer ind Kirch ganga und do hob i zwanzig Märkl ind Opferstock getan und 2000 Märkl abgerechnet, mei, dess war a scheene Zeit.
 
Walter: Die Merkel? Kommt die jetzt auch zu uns?
 
Franz-Josef: Du Depp, I mein D-Mark, vastehst? Die Merkel hat noch an Zeit. Aba das die obee kimmt is eh schon gwiß.
 
Walter: Weihnachten, da hab ich meine größten Daden vollbracht. Ich revolutionierte die weihnachtlichen Bräuche des Mittelalters! Ich kann sogar sagen, ich habe es erst zu dem gemacht, was Weihnachten eigentlich bedeutet!
 
Franz-Josef: Geh, hast dess Jesuskinderl neu erfunden?
 
Walter: Nu, ich habe aus dem großkabbidalisdischen Fest der Undernehmerklasse endlich das gemacht, was es ist. Ein Fest der Volkssolidaridäd! Jeder Werkdädige soll in Besinnung auf die Errungenschaften der Arbeiderklasse und des Bauerntums seine Solidaridäd in einer festlichen Volksgemeinschaft im Kampf für Frieden und demogradsche Freiheit selbstkridisch begehen können.
 
Franz-Josef: Nix mit Gschengaa oder so? Wullst jetzt den Weihnachtsmann abschaffen, odder was?
 
Walter: Nu, auf dem Fest der Volkssolidaridäd kann geen gabbidalisdischer Weihnachtsmann Geschenke verteilen und die Reichen dadurch noch reicher zu machen. Bei mir ging es demogradischer zu. Wir hatten unser Solimännchen!!!
 
Franz-Josef: Und was habt ihr so dahergschenkt?
 
Walter: Nu, blaue Bionierdiicher! Unsere Jugend war ganz wild darauf!
 
Franz-Josef: A Schmarrn, hab’s nix weiter?
 
Walter: Doch, doch. Schöne Weihnachtsbäume von unserem sowjetischen Brüdervolk. Und oben drauf ne Jahresendflügelbubbe!
 
Franz-Josef: Ne was?
 
Walter: Ne Jahresendflügelbubbe. Das is ne Frauenfigur mit langem blonden Haar.
 
Franz-Josef zu sich: Jesses, der meint a Rauschgoldengel … , ka Wunder das er hier ist.
 
Walter: Da brodesdiere ich im Namen aller sozialistischen Völker. Geene gabbidalisdischen Diskriminierungen hier.
 
Franz-Josef: Lass gut sein, ist ja Weihnachten.
  
Ein Gong ertönt und eine Stimme ruft:
 
Achtung, Achtung, ich kündige einen Neuzugang am Tor 12 an. Auf Begehren der bayerischen CSU wurde eine Gabriele P. zum Teufel gewünscht. Sie wird in Kürze eintreffen.
Das Empfangskommittee hat sich sofort in Position zu begeben.
 
Franz-Josef: Du, dess ist jetza an echte Weihnachtsüberraschung. Gut schauts ja aus, die Gabriele. I nehm olls zrück was i über dei Weihnachtsbräuch gsagt hab. I machs jetzt auch so, vastehst?
 
 
Walter verblüfft: Nu, du willst endlich dem Gabbidalismus abschwörn und dich der Arbeider- und Bauernbewegung anschließen? Hochachtung, mein Gutester.
 
Franz-Josef: Geh, Schmarri! Dängaaaa ….
 
Walter: Was meinst du denn dann?
 
Franz-Josef grinsend: Na dei Weihnachtsbräuch in die Praxis umsetzen. I geh jetza zum Tor 12 und zeig der amoal mei Solimännchen …
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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