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Also Günther Jauch mal zu verulken, wenngleich recht wohlwollend, DAS musste einfach mal sein, finden Sie nicht auch? 

 

 JAUCHzet   FROHLOCKET

Ein fiktiver Abend mit Günther Jauch
 
 
 
Es war einer jener Tage, wo alles daneben geht. Zuerst verließ mich meine Lebensabschnittsgefährtin, dann kam der Gerichtsvollzieher und ich mußte um meinen frisch erworbenen Fernseher fürchten, danach ein Anruf meiner Hausbank mit dem bahnbrechenden Tipp des Jahres; man kann Konten nicht nur für Abhebungen benutzen, Einzahlungen sind auch machbar....
 
Dabei hebe ich überhaupt nicht ab, viel mehr stehe ich unter meiner Schuldenlast sehr gedrückt auf dem Boden der Tatsachen.
 
Es muß endlich eine alles umfassende Lösung her!
 
Da gibt es doch diesen netten Herrn Jauch, bei dem man ganz easy Millionär werden kann. Das ist es!!! Ich bewarb mich.
Bereits wenige Tage später kam ein Testanruf der Redaktion. Von zwanzig Fragen konnte ich fast fünf beantworten, die vier Jahre Grundschule hatten sich also tatsächlich gelohnt.
Einen Monat danach kam dann die Einladung zur Sendung. Na bitte, mein Wissensstand wurde also gebührend anerkannt. Obwohl ich die übrigen Kandidaten noch nicht kannte, hatte ich schon Mitleid mit ihnen. All ihre Hoffnungen werden zum Scheitern verurteilt sein, Ulli ist da.
Es kam jener Tag, grundlos war ich dann plötzlich unerklärlich nervös. Aber das muß wohl so sein, wann hat man schließlich schon mal Gelegenheit sein umfassendes Wissen vor so vielen Menschen zu demonstrieren?!
Eine nette Dame bat mich gleich am Eingang in die Maske. Komisch, bisher sind doch alle Kandidaten ohne Verkleidung aufgetreten? Warum jetzt das ? Sie beruhigte mich, es ist nur um das harte Licht der Scheinwerfer auf meinem Antlitz durch Hinzugabe von dezenter Schminke etwas abzuschwächen.
Es dauerte nicht lange und plötzlich saß ich IHM gegenüber, dem Geburtshelfer der zukünftigen Millionäre, einem schon zu Lebzeiten zur Legende gewordenen Günther Jauch.
Mein Herz klopfte, es raste der Puls und leichte Schweißtropfen wollten die mir ins Gesicht gepappte Schminke keck durchdringen. Er hingegen, er saß cool und Ruhe ausstrahlend auf seinem Thron mir gegenüber. Ein undurchsichtig freundliches Lächeln im Gesicht: Junge, erarbeite Dir meine Achtung zuerst, dann sehen wir weiter. Zumindest so ähnlich könnte man die Gesichtszüge interpretieren. Das Ganze als „große Jungen Charme“ verpackt, mir wurde langsam etwa mulmig.
 
 
 
Die erste Frage:  Was verstehen Sie unter Homofonie?
 
A.     Ein kompaktes Klangbild
B.     Ein lateinischer Fachausdruck für Telefonie
C.     Eine Sexline für gleichgeschlechtliche Liebe
 
Zuerst schaute ich auf meine Armbanduhr. Wir hatten jetzt 20 Uhr 27 und der fragt solche Schweinigeleien. Also nee, Herr Jauch, ob sich das so gehört?
Er grinste mich triumphierend an: Auch ein Hunni will hart verdient sein.
 
Also mich führt der nicht aufs Glatteis. Fragen wir einfach mal das Publikum. Jedoch denen war das auch unangenehm, denn die redeten sich heraus und tippten fast alle auf A.
Nun gut, in einer Demokratie entscheidet die Mehrheit. Klarer Fall, es ist A.
Das Lächeln gefror Herrn Jauch, die Antwort kam so überzeugend und klar von mir, da sollte er schon mal die Geldbörse zücken. Wissen ist halt doch Macht!
Zähneknirschend nickte er mir zu. Dann kommen wir gleich zur nächsten Frage, damit könnten Sie Ihren Gewinn verdoppeln.
Los frag mich! In Gedanken machte sich bereits der erste zarte Siegestaumel breit.
 
Wer ist der direkte Vorfahre des heutigen Menschen?
 
A.     Homo Erectus
B.     Homo Sapiens
C.     Homo Habilis
D.     Homo Faber
 
Irgendwie hat der es aber heute mit den Homos.
 
D möchte ich ausschließen, denn Herrn Faber kenne ich persönlich. Der ist eindeutig Hetero.
 
Das Publikum brüllt laut los, wieso lachen diese unwissenden Menschen darüber? Die kennen Herrn Faber doch überhaupt nicht!
Wieder dieses spöttisch-abschätzende Grinsen von Herrn Jauch.
Ich überlege noch: Stammen wir wirklich alle von Homos ab?
 
Ich möchte meinen Freund Dieter befragen. Der ist zwar bi, aber sehr gebildet, der weiß das.
 
Dieter verweist mit peinlich berührter Stimme auf B. Sapiens? Echt ? Wenn das man gut geht....
 
Also ich nehme dann B.
 
Geht es daneben, war es Dieter, von dem stammt schließlich die falsche Antwort und ich war wieder mal zu vertrauensselig.
 
Dieter sagt B, Sie sagen auch B.
 
Herr Jauch legt nachdenklich den Kopf schief: Wer A sagt, sollte auch B sagen.....
Dachten Sie jetzt so ?....Dann dachten Sie richtig !!!
 
Toll, wie man hier mit Geld überschüttet wird.
 
Als ich dann Dank meiner hohen Bildung endlich die 1000 Euro Frage gestellt bekam, wurde es ernst. Auch ein Genie kann da schon mal straucheln....
 
Ein Zyklotron ist:
 
A.     Ein Teilchenbeschleuniger für Protonen
B.     Ein tropischer Wirbelsturm
C.     Ein kosmisches Ereignis
 
Uff, jetzt kommen aber richtige Hammerfragen.
Ulli, gut überlegen!
 
Kann das auch auf zwei Antworten zutreffen?
 
Erst mal Zeit gewinnen.
 
Wenn ich das wüßte, brauchte ich Sie ja nicht zu fragen!
 
Herr Jauch lehnt sich genußvoll zurück, dem Augenblick verhaftet.
Ich überlegte fieberhaft: Frage 1, da war A richtig, bei Frage 2 war es B, dann müßte es jetzt C sein ...
 
Jedes Kind weiß es, lieber Herr Jauch, C natürlich!
 
Herr Jauch strahlte nun über das ganze Gesicht:
 
Wie wahr, jedes Kind weiß es........., ob Sie es auch wissen ...., sage ich Ihnen nach der Werbung.
 
Dann kam erst mal die Wuschi-Waschi Werbung und ich kühlte langsam runter. Man, I’m sooo cool!
 
Hier sind wir wieder! Ulli sagte also C und Ulli sagte auch, jedes Kind weiß es. Das stimmt, wenn das Kind A gesagt hätte. Ulli wußte es leider nicht, denn er schwächelte bereits bei der 1000 Euro Frage.
 
Mir wurde schwarz vor Augen.
Zwei nette Sanitäter trugen mich hinaus und drückten mir am Hintereingang verstohlen einen Gutschein der VHS in die Hand.
 
Bereits am nächsten Tag erwachte mein Kampfgeist in voller Stärke. Nicht mit mir, Herr Jauch!
Spontan begab ich mich zu meinem Hausarzt und ließ mir Antibiotika gegen meinen Schnupfen verschreiben.
Nun war ich doch noch Millionär geworden, brauchte keine blöden Fragen zu beantworten und bekam sogar dreieinhalb Millionen.
 
Jedenfalls stand es so auf der Packung: Mega ...3.5                   ÄTSCH !!!