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Dieter Abstrus interviewed die Polizei zur Fahndung im Fall Michalski

 

Dieter Abstrus:

Meine verehrten Damen und Herren am heimischen Radio. Heute habe ich für Sie ein besonders aktuelles Thema ausgesucht.

Dazu bin ich mit einem Polizeioffizier verabredet, dessen Namen ich allerdings auf seinen Wunsch hin nicht nennen soll. Also: Herr X, wie konnte es eigentlich zu dem derzeit in aller Munde befindlichen Ausbruch in der JVA Aachen kommen? Müssen wir Angst haben?

 Herr X:

Herr Abstrus, als Insider kann ich Ihnen sagen, es sind Fehler gemacht worden, schwere Fehler und genau diese führten zu dem Ausbruch.

Wissen Sie, wenn ein Gefangener sich in der JVA nicht heimisch fühlt, verspürt er den Drang nach draussen, will nicht in der Zelle verbleiben.

 Dieter Abstrus:

Können sie das unseren Hörern bitte etwas verdeutlichen?

 Herr X:

Im Rahmen der Gefangenenbetreuung wurden die humanitären Punkte stark vernachlässigt. Zuerst wurde aus Kostengründen die Wahlkost gestrichen, was bereits für Unmut sorgte. Anschließend strich die Anstaltsleiterin den Nachtisch und als Topper wurde dann ein Rauchverbot eingeführt, weil es ja ein behördliches Gebäude ist und da muss das Rauchverbot letztendlich ebenso umgesetzt werden, wie hier draussen.

Das unter solchen Umständen der Wunsch nach Ausbruch wächst, ist sicherlich nachvollziehbar.

 Dieter Abstrus:

Einen Ausbrecher haben sie ja bereits wieder eingefangen, aber was ist mit Herrn Michalski? Wieso fassen sie ihn nicht?

 Herr X:

Hier muss ich die innere Führung verantwortlich machen. Im Zugriff sind wir ja nur recht notdürftig ausgebildet. Unsere Schwerpunkte waren ja immer Autofahrer blitzen, betrunkene Radfahrer anzeigen und ebenso betrunkene Fußgänger aus dem Verkehr zu ziehen. Verbrecher einfangen ist hingegen eine vollkommen andere Arbeit, das ist eine neue Qualität für uns.

 Dieter Abstrus:

Im Vorfeld des Interviews hatte ich ihnen ja die Möglichkeit geboten, über unser Radio Insolvenz einen Aufruf an Herrn Michalski zu richten, bitte sehr:

 Herr X:

Mein lieber Herr Michalski, geschätzter ehemaliger JVA-Bewohner, werter Häftling!

Ich hoffe sie hören mich jetzt. Alles wird wieder gut!

Bitte stellen sie sich sofort dem nächsten Polizeibeamten, bevor wir uns noch gegenseitig Aua zufügen.

Die Wunschkost wird auf der Stelle wieder genehmigt, der Gefangenenchor singt ab sofort zur Nacht: Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein.

Die Direktorin wird Ihnen abendlich einen Gute-Nacht-Kuss geben und Sonntags werden sie auch noch von ihr gedrückt.

An besonderen Feiertagen bekommen Sie eine Extra-Ration vom Starkoch Laber.

Es gibt also keinen Grund mehr uns fernzubleiben. Sie sollen sich in Aachen wieder wohlfühlen können.

 Dieter Abstrus:

Na das nenne ich aktive Verbrechensbekämpfung. Ich bedanke mich bei Herrn X für seine Ausführungen und grüße auch sehr herzlich Herrn Michalski, der sich derzeit leider noch irrtümlich auf der Flucht befindet.

Zum Abschluß spielen wir stellvertretend für alle Insassen der JVA´s den Titel: Alte Kameraden.

Bis zur nächsten Sendung, meine verehrten Damen und Herren, herzlichst Ihr Dieter Abstrus!

NACHTRAG: Das Interview scheint seine Wirkung nicht verfehlt zu haben, wenige Minuten später wurde Herr Michalski gefaßt.