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Auch wenn es hier recht satirisch zugeht, ist es sooo weit entfernt vom richtigen Leben leider nicht. 

 
 
Altenpflege, hurra!
Ohne Verstand aufgeschrieben
von
Ulli Zauner
 
 
Darf ich mich vorstellen? Ich heiße Dagmar Isegrimm,
von Beruf bin ich Altenpflegerin.
Die Berufung zum Beruf, so war mein Ziel.
Tatsächlich erreichte ich unendlich viel.
Bereits im aller ersten Jahr
füllte sich mein Konto,
wunderbar!!!
Trotz der ignoranten Krankenkassen,
Menschen die vor Neid erblassen,
Missgunst, Infamie und deresgleichen,
ließen meinen Entschluss nicht weichen:
Inkontinenten mit Herz die Windeln zu wechseln,
mütterlich-fürsorglich die schwersten Aufgaben zu drechseln.
Leider erkennen manch Angehörige nicht meinen
sozial-engagierten Nutzen.
Erst neulich behauptete eine Frau,
so wie ich deren Mutter das Gesicht wasche,
würden Maurer eine Wand verputzen.
Na, da habe ich sofort fristlos gekündigt,
soll die doch eine andere Pflegefachkraft finden,
die sich an deren Mutter fachlich versündigt.
Nur 15 Euro die Stunde,
psst, zumindest offiziell,
den Rest auf die Hand, bitte diskret und recht schnell.
Dann noch 10 Euro pro Stunde Erschwerniszulage,
denn für 15 Euro Stundenlohn kann man nichts verlangen,
ist doch gar keine Frage.
Jede Klofrau bekommt heutzutage deutlich mehr,
und ich bin immerhin auch noch wer!
Habe schließlich nicht als Mutter Theresa angefangen.
Oder glauben Sie mit unterbezahltem Kommerz,
mietet man für lächerliche 15 Euro Stundenlohn mein pflegendes Herz?
Als Unternehmerin bin ich gezwungen wirtschaftlich zu denken,
an meine Angestellten habe ich nichts zu verschenken.
Zugegeben, für Anlernkräfte berechne ich schon
den vollen Fachkraftstundenlohn.
Sehen Sie, so unternehmerisch geprägt bin ich.
Nur die Pflegeversicherung lässt mich mehr und mehr im Stich.
Schon wieder beginnen die einzelne Posten zu streichen,
daher bin ich gezwungen mich mit den Angehörigen zu vergleichen.
Natürlich mindert das deren Erbschaftsanspruch,
es kommt gelegentlich sogar zum familiären Bruch.
Da greife ich selbstverständlich schlichtend ein,
verteile Sedativa, Neuroleptika, Antidepressiva und all die
anderen pharmazeutischen Wohltätereien.
Zusätzlich unser Verband einen Ehrenkodex schuf,
abgestimmt auf unseren verantwortungsvollen Beruf:
Ist Dir Dein Pflegling irgendwann zuwider,
mach ihn mit Hammerpräparaten nieder.
Nicht vergessen ihn zu fixieren,
sonst wirst Du ihn aus dem Bett verlieren.
Lass Dein Herz gegen teures Geld für Bedürftige sprechen.
Die Rechnungen dürfen sowieso die Angehörigen blechen.
 
 
 
 
 

 

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